Die European Darts Tour

Die European Darts Tour ist eine gesonderte Turnier-Serie der PDC Pro Tour. Sie gehört dazu und wird doch getrennt behandelt – ähnlich wie beispielsweise im Skispringen die Vier-Schanzen-Tournee. Obwohl die European Darts Tour noch vergleichbar jung ist, gehört sie insbesondere in Deutschland zu den wichtigsten und beliebtesten Wettkämpfen.

Geschichte der European Darts Tour

Im Jahr 2017 wird die European Darts Tour zum sechsten Mal ausgetragen. Sie hat in dieser Zeit ein stetiges Wachstum gefeiert. Bei der Premiere im Jahr 2012 bestand das Event noch aus fünf Turnieren, die in Holland, Österreich sowie in Deutschland ausgetragen wurden. Die Zahl der Turniere stieg stetig an: 2016 waren es schon zehn. Und für 2017 klettert die Zahl noch einmal nach oben: Gespielt werden jetzt zwölf  Turniere. Gespielt wird weiterhin in Deutschland, Holland und Österreich – allerdings kommt nun auch Gibraltar als neuer Austragungsort hinzu. Neun der zwölf Turniere finden in Deutschland statt.

Turnierverlauf

48 Spieler gehen bei der European Darts Tour an den Start. Automatisch qualifiziert sind die Top 16 Spieler der Pro Tour Order of Merit. Hinzu kamen in der Vergangenheit weitere 32 Akteure, die sich über eine gesonderte European Tour Order of Merit qualifizierten, bei der ausschließlich die Preisgelder aus europäischen Turnieren Eingang fanden. Dieses System ist allerdings geändert worden. In England werden 2017 Qualifikationsturniere ausgerichtet. 20 Spieler können sich hier ihre Plätze sichern. Acht weitere Startplätze werden über andere Qualifikationsturniere innerhalb Europas vergeben, die außerhalb Englands und der Gastgeberländer stattfinden. Die letzten vier Startplätze ändern sich von Turnier zu Turnier und werden über Qualifikationsrunden des jeweiligen Gastgeberlandes ermittelt.

Die Startgebühr für die Qualifikationsturniere liegt bei 110 Euro – Nicht-PDPA-Mitglieder müssen noch einmal 15 Euro mehr bezahlen. Die European Darts Tour beginnt Ende März in Hildesheim, weiter geht es Mitte April in Jena mit dem German Darts Masters, Ende April wird in Saabrücken das German Darts Open gespielt, Anfang Mai ist man in Sindelfingen zu Gast, Mitte Mai wird in Gibraltar gespielt, Anfang Juni steht ein Turnier in Hamburg an, Ende Juni geht es nach Wien, beim Wechsel von Juni zu Juli wird in Leverkusen gespielt, dann kommt eine größere Pause. Anfang September steht dann ein Turnier in Maastricht an, eine Woche später wird in Mannheim auf die Scheiben geworfen. Ende September wird in Riesa gespielt. Mitte Oktober findet schließlich das Finale der European Darts Tour 2017 in Göttingen statt. Prinzipiell dürfte dieser Zeitplan auch für die kommenden Jahre gelten. Einzuberechnen ist allerdings, dass es dann erneut  zusätzliche Wettbewerbe geben könnte.

Format

Die 16 Spitzenspieler der Pro-Tour treten erst in der zweiten Runde der Turniere an. Zuvor  ermitteln die anderen 32 Akteure in der ersten Runde ihre Gegner. Gespielt wird im direkten Duell im KO-System .

Preisgelder

Die Preisgelder sind ebenso wie die Zahl der Turniere stetig gewachsen. Wurden 2016 pro Turnier noch 115.000 Pfund ausgeschüttet, liegt der entsprechende Betrag im Jahr 2017 bei 135.000 Pfund. Für die gesamte European Darts Tour werden folglich 1,62 Millionen Pfund ausgeschüttet. Der Sieger eines Turniers erhält weiterhin 25.000 Pfund. Dies ist schon seit der Gründung des Events so gewesen. Der unterlegene Finalist bekommt 10.000 Pfund, die unterlegenen Halbfinalisten gehen mit 6000 Pfund nach Hause. Wer im Viertelfinale scheitert, bekommt immerhin noch 4000 Pfund. Für das Achtelfinale gibt es 3000 Pfund. Für  das Scheitern in der vorherigen Runde stehen immerhin noch 2000 Pfund Preisgeld zu Buche. Alle weiteren Starter bekommen 1000 Pfund Preisgeld. Die zusätzlichen 20.000 Pfund sind vor allem in den unteren Bereich geflossen.

Sponsoren

Die Preisgelder stammen in der Hauptsache vom Online Sportwetten Anbieter  Happybet. Jener war bereits in der Vergangenheit der Titelsponsor für das Event und verlängerte seinen entsprechenden Vertrag auch für 2017. Die Entscheidung wurde Anfang Dezember 2016 bekanntgegeben.